Du möchtest mit Dropshipping starten, fragst dich aber, welche Kosten wirklich auf dich zukommen? Die gute Nachricht: Dropshipping ist eines der günstigsten E-Commerce-Geschäftsmodelle. Die schlechte Nachricht: Viele unterschätzen die tatsächlichen Kosten und scheitern, weil das Budget nicht reicht. In diesem umfassenden Guide erfährst du transparent und praxisnah alle Kosten beim Dropshipping – von Einmalkosten über monatliche Fixkosten bis zu variablen Ausgaben.

Warum Dropshipping-Kosten oft unterschätzt werden

Viele Anfänger sehen YouTube-Videos mit Versprechen wie “Starte Dropshipping mit nur 100 Euro!” oder “Dropshipping komplett kostenlos!“. Die Realität sieht anders aus. Während die Startkosten tatsächlich niedriger sind als bei traditionellem Handel, entstehen laufende Kosten, die du von Anfang an einkalkulieren musst:

  • Shop-System und Tools: Monatliche Software-Abonnements
  • Marketing: Die größte und wichtigste Investition
  • Produktkosten: Erst bei Verkauf fällig, aber dennoch relevant
  • Rechtliche Absicherung: Besonders in Deutschland unverzichtbar
  • Steuern: Oft vergessen, aber pflichtgemäß

Lass uns alle Kosten transparent durchgehen.

Einmalkosten beim Dropshipping-Start

1. Gewerbeanmeldung – 20 bis 60 Euro

Bevor du in Deutschland legal Dropshipping betreiben kannst, musst du ein Gewerbe anmelden. Die Kosten variieren je nach Stadt und Gemeinde.

Kosten: 20-60 Euro (einmalig)

Wichtig: Ohne Gewerbeanmeldung machst du dich strafbar. Informiere dich auch über die rechtlichen Grundlagen in Deutschland.

2. Rechtliche Dokumente – 100 bis 400 Euro

In Deutschland brauchst du rechtssichere Dokumente, um Abmahnungen zu vermeiden:

  • Impressum: Pflicht für jeden Online-Shop
  • Datenschutzerklärung: DSGVO-konform
  • AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen): Regelung von Vertragsbeziehungen
  • Widerrufsbelehrung: Gesetzliche Pflicht

Optionen:

Kostenlos/Günstig (100-150 Euro):

  • Generatoren wie eRecht24 oder IT-Recht Kanzlei (ab 10 Euro/Monat)
  • IHK-Mustervorlagen (kostenlos, aber nicht individuell)

Professionell (300-400 Euro):

  • Fachanwalt für E-Commerce erstellt individuelle Dokumente
  • Höhere Sicherheit, einmalige Investition

Empfehlung: Investiere lieber einmalig 300-400 Euro in professionelle Dokumente, als später teure Abmahnungen (ab 500 Euro) zu riskieren. Mehr dazu in unserem Guide zur Impressumspflicht beim Dropshipping.

3. Domain und Hosting – 10 bis 20 Euro (jährlich)

Domain (z.B. mein-shop.de): 10-15 Euro pro Jahr

Hosting: Nur bei selbst gehosteten Lösungen wie WooCommerce nötig (3-10 Euro/Monat). Bei Shopify ist Hosting inklusive.

4. Logo und Branding – 0 bis 300 Euro (optional)

Kostenlos:

  • Canva (einfache Logo-Erstellung)
  • Looka oder Hatchful (Logo-Generatoren)

Professionell (50-300 Euro):

  • Fiverr oder 99designs für individuelle Designs
  • Logo, Favicon, Social Media Assets

Tipp: Starte mit kostenlosen Tools und investiere später bei Erfolg in professionelles Branding.

Monatliche Fixkosten beim Dropshipping

1. Shop-System – 30 bis 100 Euro pro Monat

Die Wahl deines Shop-Systems ist eine der wichtigsten Entscheidungen.

Shopify (Top-Empfehlung):

  • Basic Plan: 27 Euro/Monat
  • Shopify Plan: 79 Euro/Monat
  • Advanced Plan: 289 Euro/Monat

Empfehlung: Starte mit dem Basic Plan. Mehr erfährst du in unserem Shopify Dropshipping Guide.

WooCommerce (WordPress-Plugin):

  • Plugin selbst: Kostenlos
  • Hosting: 5-30 Euro/Monat
  • Theme: 0-100 Euro (einmalig)
  • Plugins: 0-50 Euro/Monat

Gesamt: 5-80 Euro/Monat

Empfehlung: WooCommerce ist günstiger, aber technisch anspruchsvoller. Für Anfänger ist Shopify die bessere Wahl.

Wix oder BigCommerce:

  • Wix: Ab 23 Euro/Monat (weniger Dropshipping-Features)
  • BigCommerce: Ab 29 Euro/Monat (professioneller, aber komplex)

2. Dropshipping-Apps und Tools – 40 bis 150 Euro pro Monat

Je nach gewählten Lieferanten und Automatisierungsgrad variieren die Kosten.

Produktimport und Lieferanten-Integration:

Spocket (EU-Fokus):

  • Starter: 39 USD/Monat (ca. 37 Euro)
  • Pro: 59 USD/Monat (ca. 55 Euro)
  • Empire: 99 USD/Monat (ca. 93 Euro)

Zendrop:

  • Basic: Kostenlos (begrenzte Features)
  • Pro: 49 USD/Monat (ca. 46 Euro)
  • Plus: 79 USD/Monat (ca. 74 Euro)

DSers (AliExpress):

  • Basic: Kostenlos
  • Advanced: 19,90 USD/Monat (ca. 19 Euro)
  • Pro: 49,90 USD/Monat (ca. 47 Euro)

AutoDS (Multi-Plattform):

  • Starter: 27,90 USD/Monat
  • Advanced: 67,90 USD/Monat

Mehr zu den besten Tools findest du in unserem Dropshipping Tools Vergleich und Anbieter-Vergleich.

Empfehlung: Starte mit kostenlosen oder günstigen Tools (DSers, Zendrop Basic) und upgrade bei Erfolg.

3. E-Mail-Marketing – 0 bis 50 Euro pro Monat

E-Mail-Marketing ist essentiell für Kundenbindung und Umsatzsteigerung.

Mailchimp:

  • Kostenlos bis 500 Kontakte
  • Essentials: Ab 10 Euro/Monat (500-2.500 Kontakte)

Klaviyo:

  • Kostenlos bis 250 Kontakte
  • Ab 20 USD/Monat bei mehr Kontakten
  • Spezialisiert auf E-Commerce, sehr leistungsfähig

Empfehlung: Starte kostenlos und skaliere bei wachsender E-Mail-Liste.

4. Rechtliche Absicherung und Updates – 10 bis 30 Euro pro Monat

Rechtliche Rahmenbedingungen ändern sich ständig, besonders DSGVO-Updates.

eRecht24 Premium: 14,90 Euro/Monat (Generatoren für Impressum, Datenschutz, AGB)

IT-Recht Kanzlei: Ab 10 Euro/Monat (inklusive automatischer Updates)

5. Buchhaltungssoftware – 0 bis 30 Euro pro Monat (optional, aber empfohlen)

Professionelle Buchhaltung spart Zeit und verhindert steuerliche Fehler.

Lexoffice: Ab 7,90 Euro/Monat (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)

sevDesk: Ab 9,90 Euro/Monat (umfangreichere Features)

DATEV: Ab 20 Euro/Monat (für Steuerberater-Anbindung)

Mehr Infos zu steuerlichen Pflichten in unserem Steuer-Guide.

Gesamtkosten Fixkosten pro Monat: 100 bis 350 Euro

Minimale Fixkosten (Basic Setup):

  • Shopify Basic: 27 Euro
  • DSers oder Zendrop Basic: 0-20 Euro
  • Mailchimp Free: 0 Euro
  • eRecht24: 15 Euro
  • Domain: 1 Euro/Monat
  • Gesamt: ca. 60-80 Euro/Monat

Realistische Fixkosten (empfohlenes Setup):

  • Shopify Basic: 27 Euro
  • Spocket Starter oder Zendrop Pro: 40-50 Euro
  • Klaviyo oder Mailchimp: 10-20 Euro
  • eRecht24 oder IT-Recht: 15 Euro
  • Buchhaltungssoftware: 10 Euro
  • Gesamt: ca. 100-120 Euro/Monat

Professionelles Setup:

  • Shopify Plan: 79 Euro
  • Premium Tools: 80-100 Euro
  • E-Mail-Marketing: 30-50 Euro
  • Buchhaltung und Rechtliches: 30 Euro
  • Gesamt: ca. 220-260 Euro/Monat

Variable Kosten beim Dropshipping

1. Marketing-Kosten – 30 bis 60% des Umsatzes

Marketing ist die größte und wichtigste Ausgabe beim Dropshipping. Ohne Traffic keine Verkäufe. Die Kosten hängen stark von deinen Kanälen und der Effizienz deiner Kampagnen ab.

Facebook und Instagram Ads:

In der Testphase:

  • Tagesbudget: 10-20 Euro
  • Monatlich: 300-600 Euro
  • Erwartung: Viele Tests ohne direkte Verkäufe

Nach Optimierung:

  • Cost per Purchase (CPP): 15-30 Euro
  • Bei 50 Euro Verkaufspreis: 30-60% Marketingkosten

TikTok Ads:

  • Oft günstiger als Facebook
  • Tagesbudget: 10-30 Euro
  • CPP: 10-25 Euro

Google Ads:

  • Höhere CPCs, aber qualifizierter Traffic
  • Budget: 20-50 Euro/Tag
  • CPP: 20-40 Euro

Organisches Marketing (kostenlos, aber zeitintensiv):

  • SEO und Content-Marketing
  • Social Media Posting (TikTok, Instagram)
  • Ergebnisse erst nach Monaten sichtbar

Realistische Einschätzung:

Für die ersten 3 Monate solltest du mindestens 1.000-2.000 Euro Marketing-Budget einplanen, um verschiedene Kanäle zu testen und profitable Kampagnen zu identifizieren.

Langfristig sollten Marketing-Kosten bei 30-40% des Verkaufspreises liegen, um profitabel zu sein.

2. Produktkosten – Abhängig vom Lieferanten

Produktkosten fallen erst bei Verkauf an, müssen aber in die Kalkulation einfließen.

Typische Kostenstrukturen:

China-Lieferanten (AliExpress):

  • Produktpreis: 3-15 Euro
  • Versand: 0-5 Euro (oft kostenlos, aber lange Lieferzeit)
  • Gesamt: 3-20 Euro

EU-Lieferanten (Spocket, Zendrop):

  • Produktpreis: 8-30 Euro
  • Versand: 3-8 Euro
  • Gesamt: 11-38 Euro

US-Lieferanten:

  • Produktpreis: 10-35 Euro
  • Versand: 5-12 Euro
  • Gesamt: 15-47 Euro

Empfehlung: Kalkuliere mit EU-Lieferanten, um kurze Lieferzeiten und zufriedenere Kunden zu erreichen.

3. Transaktionsgebühren – 2 bis 4% pro Verkauf

Bei jedem Verkauf fallen Gebühren für Zahlungsabwicklung an.

Shopify Payments:

  • Basic Plan: 2,9% + 0,30 Euro pro Transaktion
  • Shopify Plan: 2,7% + 0,30 Euro
  • Advanced: 2,4% + 0,30 Euro

PayPal:

  • 2,49% + 0,35 Euro (Standard)
  • Bei Mikrozahlungen: Höhere Prozentsätze

Stripe:

  • 1,5% + 0,25 Euro (europäische Karten)
  • 2,9% + 0,25 Euro (andere Karten)

Beispiel bei 50 Euro Verkaufspreis:

  • Shopify Payments (Basic): 1,45 + 0,30 = 1,75 Euro
  • PayPal: 1,25 + 0,35 = 1,60 Euro

Tipp: Nutze Shopify Payments, um zusätzliche Transaktionsgebühren zu vermeiden.

4. Retouren und Reklamationen – 5 bis 15% des Umsatzes

Retouren sind beim Dropshipping ein oft unterschätzter Kostenfaktor.

Typische Retourenquote: 5-15% (je nach Produktkategorie)

Kosten pro Retoure:

  • Rücksendekosten (falls du diese übernimmst): 5-15 Euro
  • Produktkosten (oft nicht erstattet vom Lieferanten)
  • Erstattung an Kunden
  • Zeitaufwand für Abwicklung

Beispiel:

  • Bei 100 Verkäufen à 50 Euro (5.000 Euro Umsatz)
  • 10% Retouren = 10 Retouren
  • Kosten: 10 x 60 Euro (Erstattung + Rückversand + Zeitaufwand) = 600 Euro
  • 12% des Umsatzes

Tipp: Minimiere Retouren durch genaue Produktbeschreibungen, hochwertige Bilder und Auswahl zuverlässiger Lieferanten.

5. Steuern – Abhängig von Umsatz und Gewinn

Steuern sind ein weiterer großer Posten, der oft vergessen wird.

Umsatzsteuer (19%):

  • Bei Regelbesteuerung musst du 19% auf den Verkaufspreis ans Finanzamt abführen
  • Abzüglich Vorsteuer aus Einkäufen

Einkommensteuer:

  • Auf deinen Gewinn (Umsatz minus Ausgaben)
  • Progressiver Steuersatz: 14-42%

Gewerbesteuer:

  • Ab 24.500 Euro Gewinn pro Jahr
  • Ca. 14-15% des Gewinns

Beispiel:

  • Jahresumsatz: 60.000 Euro
  • Gewinn nach Abzug aller Kosten: 15.000 Euro
  • Einkommensteuer (ca. 25%): 3.750 Euro
  • Gewerbesteuer: Noch unter Freibetrag

Alle Details findest du in unserem umfassenden Steuer-Guide.

Beispielkalkulation: Was kostet Dropshipping in der Praxis?

Szenario 1: Minimales Startbudget (erste 3 Monate)

Einmalkosten:

  • Gewerbeanmeldung: 30 Euro
  • Rechtliche Dokumente (Generator): 150 Euro
  • Domain: 15 Euro
  • Gesamt: 195 Euro

Monatliche Fixkosten (3 Monate):

  • Shopify Basic: 27 Euro x 3 = 81 Euro
  • DSers Basic: 0 Euro
  • Mailchimp Free: 0 Euro
  • eRecht24: 15 Euro x 3 = 45 Euro
  • Gesamt: 126 Euro

Marketing-Budget (3 Monate):

  • 300 Euro/Monat x 3 = 900 Euro

Gesamtinvestition für erste 3 Monate: ca. 1.220 Euro

Realistische Erwartung:

  • Erste Testverkäufe, aber noch nicht profitabel
  • Lernphase: Welche Produkte und Ads funktionieren?

Szenario 2: Empfohlenes Startbudget (erste 3 Monate)

Einmalkosten:

  • Gewerbeanmeldung: 40 Euro
  • Rechtliche Dokumente (Anwalt): 400 Euro
  • Domain: 15 Euro
  • Logo (Fiverr): 50 Euro
  • Gesamt: 505 Euro

Monatliche Fixkosten (3 Monate):

  • Shopify Basic: 27 Euro x 3 = 81 Euro
  • Spocket Starter: 37 Euro x 3 = 111 Euro
  • Klaviyo: 10 Euro x 3 = 30 Euro
  • eRecht24: 15 Euro x 3 = 45 Euro
  • Buchhaltung: 10 Euro x 3 = 30 Euro
  • Gesamt: 297 Euro

Marketing-Budget (3 Monate):

  • 600 Euro/Monat x 3 = 1.800 Euro

Gesamtinvestition für erste 3 Monate: ca. 2.600 Euro

Realistische Erwartung:

  • Mehrere Testphasen mit verschiedenen Produkten
  • Erste profitable Produkte identifiziert
  • Break-Even oder leichter Gewinn möglich

Szenario 3: Laufende Kosten bei profitablem Shop (pro Monat)

Annahme: 50 Verkäufe à 50 Euro = 2.500 Euro Umsatz/Monat

Fixkosten:

  • Shopify Basic: 27 Euro
  • Spocket Pro: 55 Euro
  • Klaviyo: 20 Euro
  • eRecht24: 15 Euro
  • Buchhaltung: 10 Euro
  • Gesamt Fixkosten: 127 Euro

Variable Kosten pro Verkauf:

Produktkosten:

  • Einkaufspreis + Versand: 20 Euro
  • 50 Verkäufe x 20 Euro = 1.000 Euro

Marketing:

  • 35% vom Verkaufspreis: 17,50 Euro/Verkauf
  • 50 Verkäufe x 17,50 Euro = 875 Euro

Transaktionsgebühren:

  • 2,9% + 0,30 Euro: 1,75 Euro/Verkauf
  • 50 Verkäufe x 1,75 Euro = 87,50 Euro

Retouren (10%):

  • 5 Retouren à 50 Euro Erstattung = 250 Euro

Gesamtkosten: 2.339,50 Euro

Umsatz: 2.500 Euro

Gewinn vor Steuern: 160,50 Euro

Gewinnmarge: 6,4%

Wichtig: Diese Kalkulation zeigt, warum hohe Verkaufszahlen oder höhere Margen nötig sind, um wirklich profitabel zu sein.

Szenario 4: Skalierter Shop (pro Monat)

Annahme: 200 Verkäufe à 60 Euro = 12.000 Euro Umsatz/Monat

Fixkosten:

  • Shopify Plan: 79 Euro
  • Premium Tools: 100 Euro
  • E-Mail-Marketing: 50 Euro
  • Rechtliches und Buchhaltung: 30 Euro
  • Gesamt Fixkosten: 259 Euro

Variable Kosten:

Produktkosten:

  • 200 Verkäufe x 22 Euro = 4.400 Euro

Marketing (30% optimiert):

  • 200 Verkäufe x 18 Euro = 3.600 Euro

Transaktionsgebühren:

  • 200 Verkäufe x 2 Euro = 400 Euro

Retouren (8% optimiert):

  • 16 Retouren à 60 Euro = 960 Euro

Gesamtkosten: 9.619 Euro

Umsatz: 12.000 Euro

Gewinn vor Steuern: 2.381 Euro

Gewinnmarge: 19,8%

Nach Steuern (ca. 30%): ca. 1.670 Euro Nettogewinn

Wie du Dropshipping-Kosten reduzieren kannst

1. Starte mit kostenlosen Tools

Nutze in der Anfangsphase kostenlose Alternativen:

  • DSers statt Spocket/Zendrop
  • Mailchimp Free statt Klaviyo
  • Canva statt professionellem Designer
  • WooCommerce statt Shopify (wenn technisches Wissen vorhanden)

2. Verhandle mit Lieferanten

Bei regelmäßigen Bestellungen kannst du bessere Konditionen aushandeln:

  • Niedrigere Produktpreise bei Abnahme ab 50+ Stück/Monat
  • Kostenloser oder vergünstigter Versand
  • Schnellere Lieferzeiten

3. Optimiere Marketing-Ausgaben

Marketing ist der größte Kostenfaktor, aber auch der am besten optimierbare:

  • Teste verschiedene Zielgruppen und Anzeigen (A/B-Tests)
  • Nutze Retargeting für günstigere Conversions
  • Baue organische Kanäle auf (TikTok, Instagram, SEO)
  • Investiere in E-Mail-Marketing für wiederkehrende Kunden

4. Reduziere Retouren

Weniger Retouren bedeuten direkt höheren Gewinn:

  • Detaillierte Produktbeschreibungen und Größentabellen
  • Hochwertige Produktbilder aus mehreren Perspektiven
  • Kundenbewertungen und FAQs
  • Auswahl zuverlässiger Lieferanten mit guter Qualität

5. Nutze Steueroptimierung

Setze alle Geschäftsausgaben steuerlich ab:

  • Software und Tools
  • Marketing-Ausgaben
  • Weiterbildung und Kurse
  • Homeoffice-Pauschale
  • Technische Geräte (Computer, Smartphone)

Mehr Tipps im Steuer-Guide.

6. Automatisiere Prozesse

Investiere in Automatisierung, um Zeit und damit Kosten zu sparen:

  • Automatischer Produktimport und Preisanpassungen
  • Automatisierte Bestellweiterleitung
  • E-Mail-Automatisierungen (Warenkorbabbrecher, Nachfass-Mails)
  • Automatisierte Buchhaltung

Häufige Kostenfallen beim Dropshipping

Kostenfalle 1: Zu viele Tools gleichzeitig

Anfänger buchen oft 5-10 Tools gleichzeitig, die sie gar nicht nutzen.

Lösung: Starte minimal und füge Tools nach Bedarf hinzu.

Kostenfalle 2: Ineffizientes Marketing

Werbebudget ohne Tests und Analysen verbrennen.

Lösung: Kleine Budgets testen, analysieren, optimieren, dann skalieren.

Kostenfalle 3: Schlechte Lieferanten

Billige Lieferanten mit schlechter Qualität führen zu hohen Retourenquoten.

Lösung: Investiere in Testbestellungen und wähle zuverlässige Lieferanten aus unserem Anbieter-Vergleich.

Kostenfalle 4: Keine Steuerrücklagen

Viele vergessen, Geld für Steuern zurückzulegen und stehen bei der Steuererklärung vor Problemen.

Lösung: Lege 30-40% jedes Gewinns auf ein separates Steuerkonto.

Kostenfalle 5: Zu schnell skalieren

Werbebudget von 300 auf 3.000 Euro erhöhen, bevor profitable Kampagnen gefunden wurden.

Lösung: Skaliere nur, wenn deine Kampagnen konstant profitabel sind (CLV mehr als CAC).

Checkliste: Dropshipping-Kosten im Griff behalten

Realistische Budgetplanung erstellt (mindestens 1.000-2.000 Euro für erste 3 Monate)

Fixkosten minimiert durch clevere Tool-Auswahl

Marketing-Budget eingeplant (mindestens 40% des Gesamtbudgets)

Testbestellungen bei Lieferanten durchgeführt, um Qualität und Versandkosten zu prüfen

Preiskalkulation erstellt mit allen Kosten (Produkt, Versand, Marketing, Steuern)

Steuerrücklagen eingerichtet (separates Konto mit 30-40% der Einnahmen)

Kostenkontrolle durch monatliche Auswertung aller Ausgaben

Skalierung erst bei Profitabilität – nicht vorher Budgets erhöhen

Fazit: Dropshipping-Kosten realistisch einschätzen

Dropshipping ist kostengünstiger als traditioneller Handel, aber nicht kostenlos. Wer mit unrealistisch niedrigem Budget startet, ist schnell frustriert und gibt auf.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Einmalkosten: 500-1.000 Euro für rechtliche Absicherung und Setup
  2. Monatliche Fixkosten: 100-350 Euro für Shop, Tools und Absicherung
  3. Marketing: Die größte Ausgabe – plane 30-60% des Verkaufspreises ein
  4. Produktkosten: 10-40 Euro pro Verkauf, abhängig vom Lieferanten
  5. Steuern: Nicht vergessen – lege 30-40% zurück
  6. Realistisches Startbudget: 1.500-2.500 Euro für die ersten 3 Monate

Mit einem realistischen Budget, kluger Kostenplanung und kontinuierlicher Optimierung kannst du ein profitables Dropshipping-Business aufbauen. Spare nicht am falschen Ende, sondern investiere gezielt in die Bereiche, die Wachstum bringen: Marketing, zuverlässige Lieferanten und rechtliche Absicherung.

Nächste Schritte:

  1. Erstelle eine detaillierte Kostenplanung für die ersten 3-6 Monate
  2. Entscheide dich für das passende Shop-System (Empfehlung: Shopify)
  3. Recherchiere profitable Produkte mit ausreichenden Margen
  4. Wähle zuverlässige Lieferanten mit fairen Konditionen
  5. Plane Marketing-Budget ein und teste verschiedene Kanäle
  6. Informiere dich über steuerliche Pflichten

Starte nicht mit minimalem Budget und hoffe auf schnelle Erfolge. Plane realistisch, teste gründlich und skaliere erst bei konstanter Profitabilität. Dann steht deinem erfolgreichen Dropshipping-Business nichts mehr im Weg!